Die Brauerei Bruch, oder besser gesagt das, was von ihr übrig ist, hat letzte Woche bereits zum dritten Male innerhalb der letzten Jahren einen Insolvenzantrag gestellt. Konnte sich die Brauerei beim letzten Mal nur durch den Verkauf des Brauereigeländes Retten, so steht man nun ohne Nennenswerte Werte und eigene Brauerei da. Also wahrlich keine besonders guten Vorrausetzung. Es bleibt zu hoffen, das der Brauerei noch einmal ein erfolgreicher Neustart gelingen, oder zumindest, wovon ich ausgehe, die Marke erhalten und weiterhin gebraut wird. Da das Bruch Bier bereits seit 1 Jahr in Kirn gebraut wird und sich weiterhin relativer Beliebtheit erfreut, gehe ich davon aus, das sich Interessenten für die Markenrechte und damit die Weiterführung des Bruch Bieres finden werden. Ein Verschwinden des Bruch Bieres wäre ansonsten für Saarbrücken und das Saarland allgemein, schon ein schwerer Schlag. Um zumindest etwas die Fahne für das Bruch Bier hochzuhalten, möchte ich heute eine der beliebtesten Sorten verkosten, nämlich das Saarbrücker Hell. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8%.
Zur Optik: Ein klar filtriertes, hellgoldenes Bier. Es hat einen ordentlichen weißen Schaum.
Zum Geruch: Es ist ein leicht getreidiges, aber auch leicht grasiges Bier. Ansonsten wirkt es recht geruchsneutral.
Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es etwas getreidig, hat aber auch eine dezente, aber sehr harmonische Hopfennote. Es ist wirklich ein sehr frisches Bier mit einer sehr würzigen Hopfennote, die auch etwas grasiges, leicht fruchtiges hat und wenn dann nur ganz leicht herb ist. Das malz hat eine gewisse Süße, hält sich aber auch zurück und beschert dem Bier einen schlanken Körper.
Zum Fazit: Eigentlich an sich ein gutes Helles. Es ist nicht einfach nur süßlich-malzig wie viele andere helle Lagerbier, sondern hat auch eine schöne Hopfennote und die Kohlensäure prickelt auch sehr gut. So hat man einen typischen Vertreter, das an die bayerischen Originale erinnert, die ähnlich schmecken. Ich gebe dem Bier 4 Sterne, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für das Bruch Bier.