Das Original bernsteinfarbene Weissbier aus dem Hause Schneider, die für ihre Weissen auf der ganzen Welt geschätzt werden, ist nun als nächstes Testbier an der Reihe. Das Bier geht zurück auf eine Rezeptur von Georg Schneider dem 1. und wird angeblich unverändert seit dem Jahre 1872 nach dieser gebraut. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,4%.
Zur Optik: Ein dunkelbraunes bis bernsteinfarbenes Bier. Es hat eine schöne Schaumhaube.
Zum Geruch: Ich rieche ein sehr getreidiges Aroma, bei dem auch leicht schokoladige Noten dazukommen.
Zum Geschmack: Im ersten Eindruck ist es ein Bier, das zunächst sehr von der sehr lebendigen Kohlensäure geprägt ist. Zudem hat das Bier eine etwas röstige Note im Abgang. Den spritzigen Charakter behält das Bier über den gesamten Trinkverlauf bei. Es zeigen sich auch Noten nach reifem Obst, vornehmlich Banane und Pflaume, jedoch ist es in gewissen Nuancen aber auch etwas zurückhaltend. Vor allem die sehr lebendige Kohlensäure verhindert etwas, das sich die hefigen Noten noch mehr entfalten können.
Zum Fazit: Ein wirklich gutes Weissbier, aber die Krönung der Weissbräukunst ist es meiner Meinung nach nicht ganz. Dafür müsste noch etwas mehr die Fruchtaromatik der Hefe im Geschmack ankommen. Dennoch absolut trinkbar und die Kohlensäure macht es spritzig und erfrischend, wenngleich der kräftige Malzkörper dem Bier eine gewisse Schwere verleiht. Hier gibt es 4 Sterne.