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Krombacher Kellerbier

Nach längerer Zeit gibt es nun endlich mal wieder einen Biertest. Heute geht es in eine der wohl deutschlandweit bekanntesten Brauereien. Es geht in den Kreutztaler Ortsteil Krombach zur Krombacher Privatbrauerei. Obwohl die Brauerei mittlerweile einen Gesamtausstoß von 6,7 hl hat, ist sie immer noch in Privatbesitz. Bekanntestes Produkt ist das Pils, mit dem berühmten Felsquellwasser, welches alltäglich über den Fernsehbildschirm flimmert. Dies wird aber heute nicht unser Testobjekt sein, wenngleich ich das Pils in einem späteren Test sicher auch noch verkosten werde. Denn im heutigen Test geht es um das Kellerbier, welches im Zuge der Krombacher Brautradition Serie auf den Markt kam, und noch relativ neu ist. Mit dieser Serie versucht auch die Krombacher Brauerei auf den immer mehr wachsenden Markt der Craft und Gourmet Biere aufzuspringen. Was man davon halten soll, kann sich ein jeder selbst ein Urteil machen. Ich verkoste es jetzt auf jedenfall und werde dann mein Urteil fällen.

Zur Optik: Das Bier ist wirklich sehr trüb und die Trübung ist gleichmäßig verteilt. Die Farbe des Bieres ist ein Zwischending zwischen bernstein und mahagoni. Tendiert jedoch eher in die hellere Ecke. Der Schaum ist schön weiß, grobporig und stabil, so wie sich das bei einem Kellerbier gehört.

Der Geruch: Sehr malzig, leichte Zitrusnoten und ein wenig Waldbeeren. Insgesamt aber sticht vor allem das malzige hervor. welches auch leicht nach Kellertreppe riecht, aber insgesamt sehr rund wirkt. Besonders die leicht beerigen Anklänge gefallen mir.

Zum Geschmack: Nun zum  wichtigsten Teil dem Geschmack. Zunächst einmal bin ich ein wenig enttäuscht, denn beim ersten Eindruck kommt nicht wirklich viel Geschmack rüber und es schmeckt ehrlich gesagt nach nicht viel. Der Antrunk ist ein wenig malzig, süßlich mit leicht brotigen Noten. Diese brotigen Noten haben schon fast etwas plätzchenartiges und leichte Zimteinflüsse. Im Gaumendach kommt dannn ein leichtes Prickeln, dass versucht herb zu werden. Jedoch bleibt es bei diesem Versuch und bevor es seine Volle Bittere entfalten kann, ist das Prickeln schon wieder weg. Also beim besten Willen, arg viel mehr kann man zu diesem Bier echt nicht sagen, es schmeckt zwar jetzt nicht eklig und ist an sich auch recht süffig, aber außer diesen immer wieder nur leichten Anklängen schmeckt man leider nicht sehr viel. Dieses brotig, plätzchenmäßige sollte intensiver sein und noch ein bisschen mehr herb, dann wäre dieses Bier gar nicht so schlecht. So aber wirkt es dünn und ein wenig wässrig, denn es bleibt vom Geschmack wirklich nicht so viel übrig.

Fazit: Das Bier bekommt gerade noch so drei Sterne, da es durchaus Potential hat, wenn die Rezeptur nochmal überarbeitet wird. Es ist ein Bier das niemand wehtut und von dem man auch problemlos ein paar trinken kann, jedoch hat es überhaupt nichts was einem vom Hocker haut und seiner Bierkategorie gibt es auch in diesem Preissegment, deutlich bessere mit mehr Geschmack.

 

 

 

 

 

 

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